Projekt


Arla Einsatz

Große Kräne für feinste Teilchen 

Die Arla Foods Deutschland GmbH in der Eifel errichtete einen neuen Trockenturm und eine Energiezentrale. Das Einheben von Komponenten erfolgte durch unser Unternehmen. 

Mit weiter steigenden Bevölkerungszahlen nimmt weltweit natürlich auch die Nachfrage nach den entsprechenden Lebensmitteln zu. Dank globaler Lieferketten kann dabei die Erzeugung der entsprechenden Produkte von den eigentlichen Verbrauchern entkoppelt werden. Vor diesem Hintergrund ist in den vergangenen drei Jahren der Standort Pronsfeld der Arla Foods Deutschland GmbH deutlich erweitert worden. Kernelemente sind die Errichtung eines neuen Trockenturms sowie der Bau einer neuen Energiezentrale. So können allein mit der neuen Anlage jährlich bis zu 90 000 t Milchpulver produziert werden.  

Verbunden mit derart komplexen Anlagen ist natürlich auch immer die Nutzung einer leistungsfähigen Hebetechnik. Hier konnte Steil Kranarbeiten mit einem entsprechenden Angebot und geeigneten Konzept bei den Bauherrn punkten. So vertraut man bei der Arla Foods Deutschland GmbH, was die Planung und Durchführung der benötigten Kraneinsätze betrifft, voll und ganz auf die 30-jährige Erfahrung von Stefan Christen, technischer Außendienst von Steil Kranarbeiten. Er hatte bereits die Einsätze für den Bau des ersten Trockenturms im Jahr 2012 koordiniert. Dazu auch Thomas Peters, Projekt Manager Trockenturm 2 Arla Foods Pronsfeld: „Bereits seit über 10 Jahren vertraue ich bei jeglichen Kraneinsätzen auf die Erfahrung von Stefan Christen. Durch seinen unermüdlichen Einsatz und die Flexibilität konnte bisher jeder Kraneinsatz erfolgreich und sicher abgeschlossen werden.“

Welchen Umfang das gesamte Projekt Trockenturm 2 beinhaltet, mögen vielleicht auch die Einsatzdaten der genutzten Mobilkrane verdeutlichen. So wird das Vorhaben in zwei Bereiche untergliedert: Neubau Tanklager Nord und Erweiterung / Umbau Tanklager Süd. Baubeginn: November 2019. Hier kam der erste Großkran aus der Steil-Flotte, ein AC 1000 zum Einsatz, der die ersten Tanks gehoben hat. Insgesamt über 20 Tanks gehoben. Eine große Zahl dieser Behälter bieten ein Volumen von 280 m3, sind 27 t schwer und dabei 26 m hoch. Es waren unterschiedlich große Krane im Einsatz, zumeist im 300-t-Bereich, um die Tanks zu heben. Im so genannten Tanklager Nord waren immer zwei Krane bei den Hubarbeiten beteiligt: Einer zum Heben des Tanks (300-Tonner), der andere (oftmals 100-Tonner) zum Nachführen.

Als echtes Highlight der gesamten Arbeiten wurden zwei Tanks mit einer Masse von 27 t vom Tanklager Süd zum Tanklager Nord gehoben. Die Tanks wurden zwischendurch einmal abgesetzt, um ein Umhängen vom 500-t-Gerät auf einen 300-t-Kran zu ermöglichen. Der LTM 1500-8.1 war hierbei mit 165 t Gegengewicht, einer 49 m Wippe für einen Arbeitsradius von 48 m konfiguriert. Zunächst hob der 500-Tonner jeweils einen Tank von seinem Standplatz in den Arbeitsradius des 300-t-Krans. Danach wurde der Tank von außen gereinigt. Dies geschah mit einem Personenkorb, der von einem 100-Tonner gehoben wurde. Danach wurde der Tank über eine Gebäudebrücke geschwenkt und auf einer Unterkonstruktion platziert. Mit dieser wurde der Behälter verschweißt, so dass der Tank schließlich von dem 300-t-Vertreter übernommen werden konnte. Dieser hob ihn dann an seinen neuen Platz im Tanklager Nord. Hieran anschließend setzte der LTM 1500 zwei neue Tanks mit einem Gewicht von 35 t an die Stelle, an der er zuvor die leichteren Tanks aus dem Tanklager Süd herausgehoben hatte.  Die komplette Umsetzung der beiden Tanks konnte so zügig und insbesondere auch ohne den Einsatz von LKWs durchgeführt werden. 

Ergänzt wurde die Nutzung der Großgeräte durch diverse Hilfskrane, die beim Aufrüsten der Hauptkrane oder, wie oben beschrieben, zum Nachführen zum Einsatz kamen. Grundsätzlich beinhaltete unsere Planungsleistung neben der Projektierung der entsprechenden Hübe im vorliegenden Fall auch die Auswahl der passenden Anschlagmittel. Die diversen Kessel und Anlagenteile für den Trockenturm brachten maximal ein Einzelgewicht von bis zu 50 t auf die Waage. Das vereinbarte Leistungsspektrum beinhaltete schließlich auch das Einheben der bis zu 51 t schweren Dachbindern, die eine Ausladung von 67 m des entsprechenden Krans erforderlich machten. Zum Hubspektrum unserer Krane zählte darüber hinaus auch das Einheben von Lüftern mit Arbeitsplattform oder die Installation eines Schienensystem für so genannte Skates, die ein seitliches Verschieben von immerhin 15 t schweren Lüftern ermöglichten. Eine knifflige, aber dennoch lösbare Aufgabe bestand schließlich im Einheben von Filtersystemen mit bis zu 12 m Breite. Als Vertreter der Großkrane kam übrigens in einem kleineren Teilabschnitt auch der bewährte TC 2800 zum Einsatz, den der hierfür zuständige Projektleiter Sebastian Sehl in der Konfiguration SSL/LSL + LF2 + SGL S7 aufrüsten ließ.

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